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AJKP – Alternative Jugendkultur Potsdam

Selbstdarstellung

von holm und paddy

AJKP Die AJKP ist eine Arbeitsgruppe, welche im Oktober 2008 bei dem Runden Tisch für Jugend- und Soziokultur initiiert wurde. Die Stadt hatte aufgrund der zunehmend negativen Entwicklung eingeladen, um die Meinungen der Bürger_innen anzuhören und um über die Problemlage zu diskutieren. Dabei kam heraus, dass verschiedene Aufgabengebiete von der Stadtveraltung nur unzureichend oder gar nicht bearbeitet werden können, da den dortigen Angestellten die nötige Kenntnis über die Situation, Ursachen, Folgen, die Betroffenen und die behandelten Projekte schlichtweg fehlte oder sie außerstande waren sich einen Überblick
über diese zu verschaffen. Was zu dieser Zeit noch wie Unverständnis anmutete, stellte sich später als Ignoranz der Stadtverwaltung gegenüber den Problemen und Bedürfnissen der jugendlichen und heranwachsenden Bevölkerung dieser Stadt dar.
Bei diesem Symposium wurden insgesamt vier Arbeitsgruppen gebildet, welchen verschiedene Aufgaben übernehmen sollten, um für den entsprechenden Fachbereichen die nötigen Informationen auszuarbeiten, sodass diese entsprechend verantwortlich damit umgehen und sie in die unterschiedlichen Konzepte der Landeshauptstadt übertragen können. Diese vier Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit einer Problemliste der Sozio- und Jugendkultur in Potsdam, mit dem Bereich kulturelle Bildung, der alternativen Jugendkultur und den Veranstaltungen.

Die AJKP gab sich die Aufgabe herauszufinden, was Jugendlichen und Heranwachsenden abseits etablierter bzw. hochkultureller Angebote fehlt, was sie sich in Potsdam wünschen und wie aus ihrer Sicht der drohenden Kulturkrise entgegenzutreten wäre. Hierbei stach als erster und wichtigster Punkt die mangelnde Mitbestimmung hervor. Die eigene Meinung zu vertreten und sich für die eigenen Vorstellungen einzusetzen ist mehr als politischer Wille. Es ist und sollte Realität sein. Dazu gehört allerdings auch, dass sich die entsprechenden Verantwortlichen genug Zeit nehmen und zuhören, denn sonst können sie auch nicht verstehen was den Jugendlichen in Potsdam fehlt.
Um diese Ziele zu erreichen wurden durch die AJKP mehrere öffentliche Arbeitsgruppentreffen organisiert, an denen sich alle Interessierten beteiligen konnten und können. Im Zuge dieser Treffen wurde der „10PlusPunkteplan“ ausgearbeitet, mit welchem wir der Stadt verbindliche Handlungsempfehlungen zum Umgang mit verschiedensten Subkulturen, Projekten und Initiativen bieten wollen. Zudem stellt dieser Plan eine Erweiterung des „Kulturpolitischen Konzeptes der Landeshauptstadt Potsdam“ dar, da in diesem selbst von Experten hervorgehoben wird, dass Jugendliche darin zu kurz kommen. Die Ergebnisse der Stadt, diesen Plan betreffend, sollen angeblich irgendwann im Mai bekannt gegeben werden.
Zentrale Themen sind immer wieder das mangelnde Angebot an Freiräumen, die Unterbringung von Spartacus und S13, fehlende Bandproberäume und Graffiti-Flächen, sowie strukturelle Probleme der Stadtverwaltung im Umgang mit Jugendlichen und Heranwachsenden. Außerdem wurde ein Internetforum aufgebaut, in dem sich jeder zu den entsprechenden Themen informieren und mit diskutieren kann. Eine rege Teilnahme hilft die unterschiedlichen Vorstellungen und Positionen im Diskussionsprozess zu stützen und neue Einflüsse und Ideen mit einfließen zu lassen.
Die AJKP ist nicht parteilich gebunden und versteht sich als Initiative von engagierten Jugendlichen, die ein berechtigtes Interesse haben ihre Stadt mitzugestalten und dabei selbst aktiv zu werden.
Ende April – Anfang Mai wird das Internetforum www.ajkp.de durch eine vollwertige Internetseite erweitert. Diese soll auch eine Anlaufstelle für alternative Jugendliche und Heranwachsende beinhalten.

Neue Wege findet nicht der, der Angst hat zu stolpern!

Die OLGA ganz – für GRRLZ und TRANS*?

von der FMT*-Crew

Etwa ein Jahr ist es jetzt her, dass einige Aushänge in der linken Kollektiv-Kneipe Olga für Furore sorgten. Auf ihnen wurde angekündigt, dass von nun an einen Freitag-Abend im Monat die Kneipe nur für Frauen, Mädchen und Trans*-Leute geöffnet sein wird.
Ein Jahr Diskussionen, ein Jahr Kämpfe, aber auch ein Jahr spannender Diskussionen, neuer Eindrücke und vieler netter kleiner Projekte liegt hinter uns. Aber der Reihe nach…

Was soll das?

An dieser Stelle sei aus oben besagtem Aushang zitiert:
„Wir wünschen uns die Olga als einen Raum, in dem sich jede_r wohl fühlen kann und niemensch ausgeschlossen wird. Leider lassen sich gesellschaftliche Verhältnisse auch aus solchen „Freiräumen“ nicht ausblenden und bestimmen auch hier den Umgang miteinander. So halten sich schon längere Zeit viele Nicht-Männer nicht gern in der Olga auf. Grund dafür ist die Tatsache, dass auch diese ein männlich dominierter Raum ist, was nicht nur heißt, dass einfach mehr Männer anwesend sind, sondern diese durch ihr Verhalten den Raum einnehmen und bestimmen.
Selbst wenn wir uns von vorgeschriebenen Rollenbildern emanzipieren wollen, so ist dies nichts was von heut auf morgen, oder überhaupt innerhalb der bestehenden Gesellschaft gänzlich passieren kann. So bestehen doch tausende Verhaltensmuster fort, denen mensch sich nicht mal immer bewusst ist, die unseren Umgang  miteinander bestimmen. Auch jeden Abend in der Olga sind es laute, pöbelnde, rumcheckernde , coole Jungs/Männer die das Bild bestimmen und damit Ausschlüsse produzieren.

Unsere Gesellschaft baut auf ein binäres Geschlechtersystem auf, sprich, es gibt zwei, und nur zwei! Geschlechter, welche jeweils bestimmte Rollen einnehmen sollen, denen entsprechende Eigenschaften zugeschrieben werden. Resultat und Bedingung dieses Verhältnisses ist auch eine geschlechtsgebundene Erziehung, die Jungen und Männern vorwiegend Verhaltensweisen anerzieht, welche auf Dominanz, Durchsetzungsvermögen, Stärke etc. beruhen. Mädchen/Frauen hingegen lernen vorwiegend rücksichtsvoll und zurückhaltend, vorsichtig und freundlich zu sein.“

Wir sind der Meinung, dass wir das Recht darauf haben, uns gut zu fühlen und einen Kneipenabend erleben zu können, an dem wir uns nicht über das Gegröhle vom Nachbartisch ärgern müssen, oder darüber, dass der Typ neben uns am Tresen immer zuerst drankommt, egal wer zuerst da war, über nervige Blicke oder sonstwie demonstrativ zur Schau gestellte „Männlichkeit“.
Zudem ist die Olga nicht nur eine Kneipe, sondern ein politisches Projekt und soll auch Raum
für Austausch, Diskussion und gemeinsame Politik sein. Der FMT*-Abend ist für uns eine Möglichkeit uns ungestört und frei über unsere Probleme und Anliegen unser Vorstellungen und Forderungen speziell als Mädchen, Frauen oder Trans* zu auszutauschen.

Und das wollen wir ganz bewusst genau in der Olga machen, auch wenn wir dadurch auf „sexistische“ Weise Menschen ausschließen . Wir tun dies, um damit auf oben beschriebene, ständige, unausgesprochene  Ausschlüsse aufmerksam zu machen.

Die ersten Gehversuche

Leider mussten wir schon auf dem Olga-internen Plenum erste Hüden überwinden. Es gab Bedenken, darüber, dass es so ja zu „sexistischen“ Ausschlüssen käme, dass wir sicher eine Menge Stress haben würden und das Konzept bestimmt vielen auf die Füße tritt, mit denen wir uns dann auseinandersetzen müssten (was vorrangig ja unser Problem und nicht das derer war, die diese Kritik einbrachten). Allerdings stieß das Projekt auch auf ebenso so große Fürsprache und Unterstützung.

Die Idee von geschlossenen, geschützten Frauen oder Frauen/Trans*-Räumen kommt aus der Frauenbewegung der 70er Jahre und es ist nicht geringfügig traurig, dass nicht nur die selben Bedürfnisse immer noch existeren, die solche Räume nötig machen, sondern auch noch die gleichen Reaktionen darauf folgen.
Auch außerhalb des Plenums kommten wir uns zu dieser Zeit vor ungläubigen Nachfragen oder „guten Ratschlägen“ kaum retten (Danke an all die emanzipierten „Männer“, die uns auf unserem Weg zur Emanzipation geholfen haben, indem sie uns ungefragt und selbstüberzeugt erklärt haben, wie so eine Projekt von statten zu gehen habe ;-) )
Nach unserem ersten FMT*-Abend haben wir einen Text über die Diskussion um diesen veröffentlicht. Hier ein Ausschnitt daraus:

Genau hier zeigt sich sehr deutlich der Unterschied zwischen Theorie und Praxis eines antisexistischen Standpunktes, denn es handelt sich sehr wohl um eine häufig durch männliche Sozialisiation hervorgerufenen Praxis, davon auszugehen die Welt hätte jederzeit nur auf die eigenen Vorstellungen und Theorien gewartet.
Insgesamt mussten wir feststellen, dass gerade Männer, welche von sich behaupteten emanzipativ, antisexistische und hierarchie-ablehnend zu sein, am meisten Probleme damit zeigten, eines ihrer Privilegien einen Abend abgeben zu müssen. Scheinbar hatten sie sich selbst noch nie in ihre progressiven Gesellschaftsanalysen miteinbezogen. Spannend ist auch, dass im Zuge dieser Diskussion uralte, geschlechtsgebundene Vorrechte plötzlich als rebellisch und revolutionär presentiert wurden, da mann sich ja gegen die fiese Unterdrückung durch die sexistischen Frauen und Trans*-Leute zur Wehr setzte.
Es scheint auch immernoch wichtig zu sein, zu betonen, dass niemensch der Meinung ist, dass mit diesem Projekt der Sexismus in der Olga oder gar der Gesellschaft als solcher überwunden wird (das ist auch unter bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen gar nicht möglich). Es geht dabei darum, ein konkretes Bedürfnis einer bestimmten Gruppe Menschen zu erfüllen, welche im „normalen“ Barbetrieb eher benachteiligt werden und auf bestehende Auschlüsse und Benachteiligungen aufmerksam zu machen. Das dieses Bedürfnis existiert, sehen wir an uns selbst, und daran, dass Besucher_innen extra wegen dem Frauen-/Mädchen-/Trans*-Abend da waren.
Wir sind keine Antisexismus-Lehrer_innen, auch keine Männer-Hasser_innen, wir glauben nur nicht, dass mit ein bisschen antisexistsichem Grundkonsens die Geschlechterollen im alltäglichen Umgang überwunden werden können. Vielleicht ist es auch nicht verkehrt, nocheinmal zu betonen, dass es sich um einen Abend im Monat handelt! Angesichts der bestehenden Ungerechtigkeiten, und Diskriminierungen, welche sich in unser aller Umwelt alltäglich ereignen, ist es spannend zu sehen, dass gerade diese eine, „Männer“-benachteiligende Diskriminierung als so unglaublich schrecklich empfunden und vehement bekämpft wird.

Zudem begrüßen wir es, wenn Jungen und Männer sich mit Sexismus und mit ihrer Rolle im Geschlechtersystem auseinander setzen. Wir verhindern dies auch nicht, wenn wir sie einen Abend aus der Kneipe ausschließen und wir verweigern auch keine „gemischten“ Diskussionen oder Projekte, ganz im Gegenteil. Aber wir sehen auch keine „moralische“ Verpflichtung darin, unsere Projekte immer auch für Jungs und Männer zugänglich zu machen und finden es beizeiten auch inhaltlich unmöglich. Das binäre Geschlechtersystem mit seinen unterschiedlichen Rollenverteilungen führt dazu, dass „Männer“ und „Frauen“, sowie Menschen die in diese Zweiteilung nicht hineinpassen, jeweils „spezifische“ Erfahrungen sammeln und unterschiedliche Probleme und Bedürfnisse entwicklen. Da einfach einmal mit dem „Wir-sind alle antisexistisch und das Geschlecht ist doch egal, das wollen wir ja überwinden“-Schwamm drüberzuwischen, finden wir eher scheinheilig als progressiv.
Es steht Jungen und Männern frei, sich zu jeder Zeit und an jedem Ort mit ihrer männlichen Sozialisation, mit all ihren Privilegien, auseinanderzusetzen, nur nicht an diesem einen Abend im Monat in der Olga. Außerdem sei an dieser Stelle infrage gestellt, warum eigentlich von Frauen und Trans*leuten meist erwartet wird, dass sie sich hauptsächlich mit Antisexismus beschäftigen und ihrere Erkenntnisse und Forderungen doch bitte leicht verständlich und vorgekaut der männlichen Rest-Szene ansprechend präsentieren. (Die Frauen-Bewegung ist auch ohne „männliche“ Unterstützung entstanden und ohne, dass jemensch von außen kam und vorgesagt hat, wo das Problem liegt und was zu tun sei. Wir denken, dass auch Männer und Jungen in der Lage seien sollten „von sich aus“ die Grundzüge des Geschlechtersystems zu erkennen und ihre Probleme damit zu entdecken.)

Was war denn nu?

Trotz allem Protest und Gehardere fand der FMT*-Abend seit einem Jahr jeden Monat (Ausgenommen die Sommer-Umbau-Olga-Pause) statt. Auf dem Programm standen Filmvorführungen und Infoveranstaltungen (welche immer auch einen Tag später für alle Interessierten wiederholt wurden), die female-queere Dj_ane-Lounge, die Doku „Jungs wie du und ich“ über Trans*-Menschen mit anschließendem Gespräch mit zwei Mitwirkenden, und schließlich einfach nette Kneipenabende. Diskussionen, wie mit besagten Doku-Mitwirkenden über unserer täglich gelebten Geschlechterrollen und unsere Utopien wären im „normalen“ Olga-Betrieb in dieser entspannten und offenen Weise sicher nie möglich gewesen. Insgesamt zeigte sich ein Unterschied zu sonstigen Abenden in der Atmosphäre. Im Allgemeinen war es ruhiger und der Umgang zwischen allen offener und rücksichtsvoller. Und auch als Tresenpersonal musste mensch sich nie über pöbelnde oder respektlose Gäste ärgern. Es waren Abende, wie sie der Kneipe immer, also auch inklusive „männlichem“ Publikum zu wünschen wären. Viel Spektakuläres, um die sich-vernachlässigt-fühlende „Männerwelt“ zu beruhigen, gab es also nicht zu verpassen. Wir sehen das Konzept nach einem Jahr Praxiserfahrung weiterhin als geeignet an, um unsere Bedürfnisse zu erfüllen. Außerhalb des FMT*-Abends hat sich in Gesellschaft und im Mikrokosmos OLGA nichts Bahnbrechendes berändert, so dass die Bedürfnisse hinter dem Projekt weiterhin vorhanden und wir auch immernoch der Meinung sind, dass der FMT*-Abend nötig und wichtig ist.

Die Abende waren unterschiedlich gut besucht, worauf wir uns aber verlassen konnten, war „männlicher“ Besuch. An den ersten Abenden kamen recht viele Typen, die sich fest vorgenomen zu haben schienen, unsere Grenzen mal auszutesten, bzw. uns ihren Unmut über das Projekt schlicht entgegenzupöblen. Von Argumenten, wie „Ich bin schwul“ (weil schwule Männer ja keine „richtigen Männer“ sind, oder was?), „Ich war der Einzige im Kunst-Leistungskurs“ (ach so, ne ausgeprägte „Weibliche Seite“ oder wie?) über die Nachfrage ob das denn „überhaupt legal“ sei, war eigentlich alles dabei.
Wir sind fast jederzeit bereit unser Konzept zu diskutieren, aber wir verlangen auch einen Respekt uns und dem FMT*-Abend gegenüber und hatten leider selten das Gefühl, dass unserer Besucher uns den entgegenbrachten.
Allerdings hat sich dieses Problem spürbar gelegt, es gibt zwar jeden Abend ein-zwei, die die bis zu 16 Schilder vorm Olga-Eingang übersehen oder ignorieren, doch im großen und ganzen scheint sich die Kampagne herumgesprochen zu haben. Ob sie auch verstanden wurde, ist leider eine andere Frage. Allerdings verstehen wir uns wie schon erwähnt auch nicht vorrangig als „Bildungseinrichtung“. Wir erfahren von außerhalb und auf dem Plenum mittlerweile recht routinemäßigen Support oder wenigstens Toleranz.

Freuen würden wir uns über noch mehr Gäste und vielleicht auch Interessierte, die Lust haben, einen FMT*-Abend mitzugestalten und über viel ernste, ehrliche und respektvolle Diskussion und Auseinandersetzung.

FMT

Wir wollen nicht, dass die Welt so bleibt wie sie ist

RSB FahnenVorstellung des Revolutionär Sozialistischer Bund / IV. Internationale in Potsdam

Wir erleben die Ausbreitung von Massenarbeitslosigkeit und Armut in Europa. Die sog. „3. Welt“ wird in Abhängigkeit gehalten und die Menschen dort leben unter unwürdigen Bedingungen. Wir sind ZeugInnen einer unvorstellbaren Verwüstung der Böden, Ausrottung kompletter Tierarten und ökologischen Katastrophen. Hinzu kommt die Unterdrückung von Frauen, MigrantInnen, LSBT.

Warum heute revolutionär sein?
Diese grundlegenden Probleme der Welt sind im Rahmen des Kapitalismus, der diese Dinge jeden Tag aufs neue hervorbringt, nicht lösbar. Dazu braucht es eine Revolution. Sie ist jedoch nur möglich, wenn sie von einer breiten Massenbewegung getragen wird.

Warum noch sozialistisch sein?
Der „realexistierende Sozialismus“ war nie eine sozialistische Gesellschaft. Für uns bedeutet dies die freie Entfaltung eines/einer jeden und die Möglichkeit, alle Aspekte der gesellschaftlichen Entwicklung mitzuentscheiden. Die Klassenteilung ist heute noch immer real. Ca. 85% der Menschen sind hierzulande gezwungen ihre Arbeitskraft zu verkaufen.

Unser Ziel ist eine klassenlose Gesellschaft.
Für uns ist dies eine realistische Perspektive. Heute ist die Herstellung der Produkte zur Lebenssicherung (Lebensmittel, Essen etc.) so wenig arbeitsintensiv, dass es ohne weiteres möglich wäre sie an alle kostenlos zu verteilen. Ein erster Schritt in Richtung einer Gesellschaft ohne Konkurrenz.

Sich gut organisieren!
Warum? Weil es die KapitalistInnen auch sind, z.B. im BDI. Wer sich nicht zusammenschließt, bleibt allein und ohnmächtig! Sich organisieren heißt für uns nicht Individualität aufgeben, sondern sie entfalten. In einer solidarischen Gruppen ist es leichter, sich als politischer Mensch zu entfalten und neue Erfahrungen zu sammeln. Die Teilnahme an einer internationalen revolutionären Organisation hilft der verzerrten nationalen Sichtweise zu entgehen. Wir treten zusammen mit anderen Gruppen gegen Unterdrückung ein, insbesondere kämpfen wir für die Rechte der Arbeitenden. Auch mit ihren Kämpfen wollen wir uns verbinden.

Für Rätedemokratie!
Sozialismus bedeutet für uns die Erweiterung der demokratischen Freiheiten. Meinungsäußerung soll nicht BesitzerInnen von Fernsehsendern vorbehalten bleiben. Sozialistische Demokratie heißt Selbstverwaltung in Schule, Uni und Betrieb. Die Menschen wählen VertreterInnen aus ihrem eigenen Lebensumfeld. Sie sind jederzeit abwählbar, erhalten soviel Lohn wie die WählerInnen und müssen mitarbeiten. Räte können sich in allen Lebensbereichen gründen. Es wird Millionen Räte geben – die annähernde Verwirklichung direkter Demokratie. Wenn die Menschen durch Engagement Dinge wirklich verändern können, wird das dem Willen zur Mitbestimmung einen enormen Schub geben.

Kontakt
RSB Potsdam
Lindenstr. 47
14467 Potsdam
potsdam@rsb4.de
www.rsb4.de/potsdam