Das Lachen im Halse…

zu „Endlich Hubschrauberpilot“ (Potsdamned! # 10)

Grundsätzlich ist Satire ja gut und fein. aber sie ist auch eine Kunst, die beherrscht sein will. Der Hubschrauberpilot-Artikel, bzw. das Fake-Interview mit Steffen B. in der letzten Potsdamned ist ein gutes Beispiel, was passiert, wenn diese Kunst nicht beherrscht wird. Ich schätze, dass die Intention dahinter war, aufzuzeigen, wieviel Ungerechtigkeit in diesem Fall weiterhin vorliegt, wie wenig Wiedergutmachung, falls soetwas überhaupt möglich ist, passiert ist, und wie sehr der Fall einfach in Vergessenheit gerät. Und die Idee, das nicht in Form eines üblichen Jammer-Artikels zu vermitteln, ist auch begrüßenswert. Meiner Meinung nach aber, hat die Autorin etwas zu tief und zu unreflektiert in die Satirkiste gegriffen. Die Form des Interviews, das Medium einer Zeitung, die das Vertrauen der Szene genießt und der ersthafte Tonfall, gerade in der Einleitung machen die Lesenden einfach nicht bereit dafür, dass Folgende nicht zu glauben, die Grenzen zwischen wahrem und Falschen verschwimmen unkenntlich. Insgesamt hinterlässt der Artikel ein Gefühl des verarscht-seins. Und was ist, wenn Leute gar nicht checken, dass es Satire war? Ich finde, dass der Artiekl so, unkommentiert, nicht hätte abgedruckt werden sollen, da er die Gefahr birgt, dass Leute falsche Dinge glauben und/oder das Vertrauen in die Potsdamned verlieren. Muss ich jetzt jeden Beitrag ganz ganz genau lesen und nach Satire-Spuren suchen, Angst haben, etwas nciht richtig verstanden zu haben? Das kann doch nicht im Sinne der Zeitung sein.

Fallschirmspringer